Haferburg (2)

Manfred Haferburg

Qualifikation:

Diplomingenieur für Maschinenbau & Kernenergetik (TU Dresden), Beratender Psychologe (Institut Kappel), Organisationspsychologie (Guest Scholarship MIT Sloan School of Management)

Kurzbeschreibung

Nach seinem Studium an der TU Dresden begann Manfred Haferburg 1973 eine Tätigkeit im Kernkraftwerk Greifswald, bei der er sich in fünf Jahren zum Oberschichtleiter hocharbeitete.

Durch seine Weigerung, der SED beizutreten und informeller Mitarbeiter der Staatssicherheit zu werden, verlor er diesen Arbeitsplatz 1981. Anfang 1989 wurde er bei dem Versuch aus der DDR zu fliehen in der CSSR verhaftet und blieb bis Ende 1989 in Berlin Hohenschönhausen als politischer Gefangener inhaftiert.

Seit 1990 war Manfred Haferburg für Deutsche Energieversorgungsunternehmen tätig. Er spezialisierte sich auf die Sicherheit von Risikoindustrien und deren menschliche Einflussfaktoren. 1999 siedelte er von Hannover nach Paris/Frankreich um und wurde für die WANO (World Association of Nuclear Operators) tätig. Im Rahmen dieser Tätigkeit arbeitete er in mehr als 80 Kernkraftwerken weltweit. Er schulte Führungskräfte und untersuchte Organisationen in China, Japan, Indien, Pakistan, Argentinien, Russland, Brasilien, Südkorea, USA und Europa.

Seit 2014 ist Manfred Haferburg selbstständiger Berater für Sicherheitskultur und Organisation mit Sitz in Paris, Frankreich. Heute schult er internationale Kernkraftmanager, Airline-Piloten und Chemiemanager, führt Untersuchungen mit dem Ziel der Verbesserung der Organisationseffektivität durch und leitet Änderungsprozesse zur Sicherheitskultur.

Manfred Haferburg ist ein international renommierter Fachmann für Sicherheitsfragen. Er ist Autor des Sicherheitskultur-Fachbuches „Aus heiterem Himmel – über die Hinterhältigkeit der Katastrophen“. Er ist Mitglied im unabhängigen Sicherheitsrat von Juniper und im Safety-Council der schwedischen Kernkraftwerke. Er hält regelmäßig Vorträge auf internationalen Konferenzen, bringt Veröffentlichungen in der Presse heraus und hält Gastvorlesungen an internationalen Universitäten.

Im Jahre 2014 veröffentlichte der KUUUK-Verlag seinen Roman „Wohn-Haft“ mit einem Vorwort von Wolf Biermann. In dem autobiografischen Werk setzt er sich mit der Zersetzung von Andersdenkenden in der DDR durch das Ministerium für Staatssicherheit auseinander. In seinen Lesungen versucht er, Schüler und Jugendliche gegen die Verklärung autoritärer Regime und für die Stärkung demokratischer Prinzipien zu sensibilisieren. Er ist aktives Mitglied im DDR-Zeitzeugenbüro der Stiftung „Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen“.

  • Manfred Haferburg
  • Dinnerspeech 2016